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Wie funktioniert die Kommunalwahl in Bayern?

🗳️ Wer wird gewählt?

  • Bei der Kommunalwahl in Bayern entscheiden die Bürger über verschiedene Ämter auf Gemeinde- und Landkreis­ebene. Gewählt werden u.a.: Gemeinde- und Stadträte, Kreistage, sowie in der Regel die ersten Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister und Landräte.  
  • Die Wahlen finden alle sechs Jahre statt.  

📅 Wann wird gewählt?

  • Der nächste landesweite Wahltermin ist Sonntag, der 8. März 2026.  
  • Die Wahllokale sind gewöhnlich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.  
  • Ist bei der Bürgermeister- oder Landratswahl kein Kandidat mit absoluter Mehrheit gewählt, folgt eine Stichwahl — derzeit geplant für den 22. März 2026.  

✍️ Wer darf wählen?

  • Wahlberechtigt sind alle, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens zwei Monaten in der betreffenden Gemeinde in Bayern mit Hauptwohnsitz gemeldet sind. Auch EU-Bürger sind wahlberechtigt.  
  • Wer vom Wahlrecht ausgeschlossen ist (z. B. durch gerichtliche Entscheidung), darf nicht wählen.  

✅ Wie funktioniert die Stimmabgabe?

Gemeinderat / Stadtrat / Kreistag

  • Bayern nutzt ein Verhältniswahlrecht mit offenen Listen. Jede Partei oder Wählergruppe stellt eine Liste mit Kandidierenden auf.  
  • Besonderheiten:
    • Kumulieren (mehrere Stimmen auf eine Person) ist erlaubt.  
    • Panaschieren (Stimmen auf Kandidaten verschiedener Listen verteilen) ist erlaubt.  
  • Jeder Wähler kann so viele Stimmen vergeben, wie Sitze im Rat bzw. Kreistag zu vergeben sind.  

Bürgermeister / Landrat / Oberbürgermeister

  • Für diese Ämter gibt es normalerweise nur eine Stimme pro Wähler. Sie kreuzen den Kandidaten oder die Kandidatin an, die Sie direkt wählen wollen.  
  • Wird keine absolute Mehrheit erreicht, ist eine Stichwahl nötig.  

📨 Briefwahl — bequem und einfach

  • Wer am Wahltag verhindert ist, kann per Briefwahl wählen. Die Unterlagen werden auf Antrag verschickt.  

🛠️ Warum ist die Kommunalwahl wichtig?

  • Die kommunalen Gremien und Ämter gestalten das direkte Lebensumfeld: Infrastruktur, Schulen, Straßen, Wasserversorgung ebenso wie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen.  
  • Wer gewählt wird, entscheidet also über viele Aspekte des Alltags in deiner Heimatgemeinde.

ℹ️ Weitere rechtliche Grundlagen

  • Das Wahlverfahren und die Regeln sind im Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz (GLKrWG) sowie in der Gemeinde- und Landkreiswahlordnung (GLKrWO) festgelegt.  
  • Wird z. B. jemand ausgeschlossen (z. B. durch rechtliche Urteile), entfällt das passive Wahlrecht.  

Klarer Kurs in anspruchsvoller Haushaltslage

MITTELFRANKEN / ANSBACH / VELDEN (Nürnberger Land). Bei ihrer Sommerklausurtagung in Velden hat die Fraktion der FREIEN WÄHLER im Bezirkstag Mittelfranken den Bezirkskämmerer Fritz Weispfenning zu einem ausführlichen Informationsgespräch empfangen. Die Bezirksräte Armin Kroder, Walter Schnell, Hans Henninger und Marco Meier nutzten das Arbeitstreffen, um sich ein aktuelles Bild über die Finanzlage des Bezirks zu machen und strategische Leitplanken für den Haushalt 2026 zu diskutieren.
 

Es stand ein intensiver Austausch über den Status des laufenden Haushalts 2025, Einsparpotenziale sowie über mögliche Konsolidierungsmaßnahmen im Fokus. Dabei wurden unter anderem folgende Themenbereiche beleuchtet: Konsolidierungsmaßnahmen für zukünftige Haushalte, Personalentwicklung, Bezirksumlage, Behindertenfahrdienst, Präsidialkosten, Bezirkskliniken – sowie weitere zentrale Handlungsfelder.
Klare Kante von Kroder: Keine Sparpolitik zulasten der Hilfebedürftigen – keine reflexartigen Umlageerhöhungen
Fraktionsvorsitzender Armin Kroder macht die Position der Fraktion deutlich: „Ich bin überrascht über einige Ausführungen unseres Kämmerers. Aber feststeht, dass wir uns in den Haushaltsgesprächen klar positionieren werden, sobald belastbare Informationen in den Gremien vorliegen. Die Sparpolitik des Bezirks darf nicht auf dem Rücken der Hilfebedürftigen ausgetragen werden. Und auch jährliche reflexartige Erhöhungen der Bezirksumlage sind inakzeptabel.“

Leitplanken der FREIEN WÄHLER-Bezirksfraktion

Die FREIEN WÄHLER setzen in der aktuellen Haushaltsdebatte auf Verlässlichkeit, Augenmaß und auf klare Leitplanken: Soziale Teilhabe hat Vorrang – Kürzungen bei den Schwächsten sind ausgeschlossen. Der Haushalt wird mit Augenmaß konsolidiert, durch Steigerung der Effizienz in der Verwaltung und den Einrichtungen sowie eine strenge Priorisierung von Projekten.
Bei der Bezirksumlage lehnt die Fraktion Automatismen ab und fordert transparente Begründungen sowie Verlässlichkeit für die Kommunen. Gleichzeitig sollen Verfahren verschlankt, Doppelstrukturen vermieden und Ressourcen gezielt eingesetzt werden. Die Grundlage aller Entscheidungen bleibt größtmögliche Transparenz durch frühzeitige Einbindung der Gremien und nachvollziehbare Entscheidungswege.

Dank an den Kämmerer – klarer Kurs ohne soziale Kürzungen

Abschließend betonte Fraktionsvorsitzender Walter Schnell: „Vielen Dank an den Bezirkskämmerer Fritz Weispfenning für den offenen Austausch. Unser Ziel ist weiterhin: einen tragfähigen Haushalt vorlegen, Abläufe schlanker und wirkungsvoller machen und soziale Leistungen zuverlässig sichern – ohne Abstriche bei den Menschen, die Unterstützung brauchen.“

Finanzausgleich stärkt Kommunen

MITTELFRANKEN / ANSBACH. Die Freie Wähler-Bezirkstagsfraktion Mittelfranken bewertet das Ergebnis der Verhandlungen zum bayerischen Finanzausgleich 2026 positiv. Die geplante Erhöhung des kommunalen Verbundsatzes auf 13,3 Prozent im Jahr 2026 und 13,5 Prozent im Jahr 2027 setzt ein klares Signal zugunsten der Städte, Gemeinden und Landkreise. Für die Freien Wähler ist die Stärkung der kommunalen Ebene weiter ein zentrales Anliegen. Der Fraktionsvorsitzende Walter Schnell betont: „Starke Kommunen sind das Rückgrat Bayerns und gleichzeitig das Fundament unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Bayerns Städte, Landkreise und Gemeinden müssen handlungsfähig bleiben. Wenn Gemeinden finanziell stabil sind, stärkt dies auch unsere Demokratie, das Ehrenamt und vor allem die Lebensqualität vor Ort.“

Kommunale Haushalte unter Druck

Insgesamt ist die finanzielle Lage vieler Kommunen jedoch weiterhin angespannt. Das kommunale Finanzierungsdefizit aus dem Jahr 2023 hat sich binnen eines Jahres von 2,5 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Hauptursachen sind deutlich steigende Sozialausgaben sowie Personal- und Verwaltungskosten.
Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bezirkstag Mittelfranken Armin Kroder unterstreicht, dass es nicht nur um kurzfristige Entlastungen gehen könne, sondern fordert: „Wir halten es für vertretbar und fordern deshalb, den bereits jetzt sehr hohen Hebesatz für die Bezirksumlage beizubehalten, da eine maßvolle Neuverschuldung angesichts der erheblichen Vermögenswerte des Bezirks tragbar ist. Auch brauchen wir strukturelle Veränderungen, damit Kommunen langfristig handlungsfähig bleiben.“

Finanzausgleich entlastet – aber Grundproblem bleibt

Die zusätzlichen rund 850 Millionen Euro Unterstützung aus dem Landeshaushalt sind ein wichtiges Instrument zur Stabilisierung. Damit können Kommunen dringende Ausgaben bedienen, ohne notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder Pflege zurückfahren zu müssen. Gleichzeitig weisen die Freien Wähler darauf hin, dass die Dynamik der Sozialausgaben weiterhin das zentrale Problem darstellt.
Bezirksrat Hans Henninger macht deutlich: „Wenn immer größere Teile der Haushalte in Bürokratie und vom Bund vorgegebene Pflichtaufgaben fließen, bleibt für Gestaltung, Zukunftsprojekte und regionale Entwicklung kaum noch Spielraum. Das kann kein Dauerzustand sein.“

Bezirksumlage und Sozialstaat müssen neu gedacht werden

Die Bezirkstagsfraktion begrüßt zudem, dass sich der ursprünglich vom Bezirkstagspräsidenten ankündigte Anstieg der Bezirksumlage um 2,61 Punkte deutlich reduziert. Nach den Ergebnissen der Finanzausgleichsverhandlungen reduziert sich der Anstieg auf 0,41 Punkte oder 13 Mio. Euro. Dies entlastet sowohl die Landkreise als auch die kreisangehörigen Gemeinden unmittelbar. Ziel müsse es auch zukünftig sein, die Umlage künftig möglichst stabil zu halten. Bezirksrat Marco Meier betont den Reformbedarf: „Die Sozialverwaltung in Deutschland ist hochkomplex. Wir brauchen weniger Bürokratie, klarere Zuständigkeiten und eine Reform, die soziale Unterstützung wirksam macht, ohne Kommunen zu überlasten.“

Abschließend fordert Walter Schnell eine grundlegende Neuordnung des Sozialstaats: „In Deutschland gibt es 170 Sozialleistungen, verteilt auf fünf Bundesministerien und 30 Behörden, auf die Bundesländer und die Kommunen. Das versteht niemand mehr. Wir brauchen eine Vereinfachung und Verschlankung, also eine echte Sozialstaatsreform mit dem Ziel die Kosten zu reduzieren. Die Bundesregierung muss hier endlich aktiv werden.“

Aktuelle Informationen aus der Landesgeschäfts- und Landespressestelle

Kurz und kompakt für Sie zusammengefasst: Das Wichtigste aus dem Newsletter der FREIEN WÄHLER Bayern im November 2025

Hubert Aiwanger erneut zum Landesvorsitzenden gewählt! – Aiwanger: „Wir FREIE WÄHLER sind die einzige Partei mit kommunaler DNA und gesundem Menschenverstand!“

Mit großer Zustimmung bestätigt die Landesversammlung der FREIEN WÄHLER Bayern in Straubing ihren Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger im Amt. 82,3 Prozent der Delegierten votieren für den bisherigen und neuen Vorsitzenden. 

Hubert Aiwanger sagt: „Wir bringen Themen voran, damit unsere Gesellschaft funktioniert. Und ich bin überzeugt: Wir FREIE WÄHLER gehen gestärkt aus dieser Kommunalwahl hervor, weil die Bürger wissen: Wir machen Politik nicht für uns, sondern für die Menschen in Bayern! Starke Kommunen bedeuten starkes Bayern – und dafür kämpfen wir!“